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Ein ganz besonderes Ereignis fand beim 1. Internationalen Kasperfestival am 09./10./11. August 2013 in Hohnstein statt. Im mittlerweile neu gestalteten Puppenspielhaus gab es nach vielen Jahren ein großes Wiedersehen zwischen Mensch und Puppe. Endlich kann nun nach vielen Jahren das Kaspertheater in Hohnstein weiterleben.

Die kleine Stadt in der sächsischen Schweiz präsentiert nun neben ihrem alljährlichem Puppenspielfest auch ein Festival für das Kaspertheater. Bühnen aus allen Herren Ländern zeigten ihr Können und begeisterten das Publikum.

Der 2006 gegründete "Verein Hohnsteiner Kasper e.V." lud erstmals den italienischen Puppenspieler Salvatore Gatto ein, der das traditionelle Spiel mit der Figur des "Pulcinella" authentisch im Stil des 15. Jahrhunderts wiederbelebte. U.a. waren auch Robert Styles (Groß Britanien) mit "Punch and Judy", das französische Puppentheater "Les funestes épousailles de Don Cristobal" von Cie Pelele sowie natürlich der Hohnsteiner Kasper vertreten. Detlef Heinichen, Puppenspieler aus Dresden präsentierte eine neuinszenierte Fassung des ersten Puppenspiels von Max Jacob "Kasper kauft ein Haus". Er ließ Handpuppen und Marionetten gleichzeitig auf der Bühne tanzen und bekam dafür genauso wie die Gäste aus Italien, Frankreich und England großen Applaus.

Am Samstag, den 10. August 2013 fand zu Ehren des 125. Geburtstags vom "Meister des Puppenspiels" und "Vater des Hohnsteiner Kaspers" Max Jacob ein Gottesdienst auf dem Hohnsteiner Friedhof statt, an dem viele Zeitzeugen, Verwandte und begeisterte Puppenspielfreunde teilnahmen. Auch Rundfunk, Fernsehen und Presse waren an diesem sonnigen Vormittag vertreten. Zwischen der Rede des Bürgermeisters Daniel Brade und der liebevollen Andacht von Pfarrerin Frau Jell spielte das Hohnsteiner Bläser-Quintett.

Danach begann im Puppenspielhaus der Festakt zu Ehren von Max Jacob. Unter den geladenen Gästen waren u.a. der Bundestagsabgeordnete Herr Klaus Brähmig (Wahlkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge), die Tochter des Puppenschnitzers der Hohnsteiner Puppenspielköpfe Theo Eggink, die Tochter des ehemaligen Mitspielers der Bühne von Max Jacob Hans Wickert, die Unterstützer des deutsch-tschechischen Projektes "Kasparek", der Puppenschnitzer Gerhard Berger, der an diesem Tag zum Ehrenbürger der Stadt Hohnstein ernannt wurde, sowie der Leiter der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Nicht zu vergessen: Der Hohnsteiner Kasper (gespielt von Detlef Heinichen) der charmant als Conférencier durch den Festakt führte.

Einer der schönsten Momente jedoch war die Festrede von Wolfgang Buresch, des ehemaligen Hohnsteiner Puppenspielers, der später dann den berühmten Fernseh-"Hasen Cäsar" kreierte. Seine Rede, in der er an Begebenheiten aus dem Leben und an Zitate von Max Jacob erinnerte, ließen das Publikum schmunzeln und begeistert applaudieren. Zum Schluss ließ er es sich nicht nehmen, mit der Hohnsteiner Großmutter ein "kleines Pläuschchen" zu halten. Ein ganz besonderer Moment mit viel Liebe und warmherzigen Humor. Dafür erhielt er nochmals großen Applaus.

Als krönenden Abschluss an diesem Wochenende versammelten sich nach dem Festakt gleich drei Kasper: Wolfgang Buresch (ehemaliger Puppenspieler der Hohnsteiner Puppenbühne in Hamburg), Jens Welsch (Puppensammler aus Osterholz-Scharmbeck) und Peter-Michael Krohn. Zusammen stimmten sie das originale Hohnsteiner Kasperlied an und brachten das Publikum zum lachen.
Insgesamt war es ein wundervolles Wochenende voller Spielfreude, Erinnerungen und herzlicher Momente. Das Hohnsteiner Puppenspielhaus an der Max-Jacob-Straße lebt wieder. Das TOM KYLE PUPPENTHEATER wünscht dem "Verein Hohnsteiner Kasper e.V." für die Zukunft alles erdenklich Gute und immer ein kräftiges "Vorhang auf"!



KIELerLEBEN

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In der März-Ausgabe des Kieler Stadtmagazins KIELerLEBEN ist ein zweiseitiges Porträt über den Puppenspieler und -bauer Peter-Michael Krohn zu lesen.

Link zur Webversion
(http://www.kielerleben.de/news/der-kasper-ist-zeitlos)


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